Das ist stwas was ich schon immer einmal bauen wollte, eine Brücke. Und wenn ich sage eine Brücke, meine ich eine richtige Brücke und nicht irgend eine kleine Überführung.

Geplant ist ein Viadukt das in einer 90 Grad Kurve liegt. Das Viadukt werde ich dann so bauen das die Bogenbrücke in der Mitte eingepasst werden kann. Als Radius wählte ich den Radius 10.

Aber das ist alles noch Zukunftsmusik, in erster Linie wollte ich mal eine Brücke bauen, deren Bau ich hier beschreiben möchte.

So sah der erste Plan aus. In Anlehnung an die Trisannabrücke in Österreich.

Als erstes besorgte ich mir eine Holzplatte. In diesem Fall eine Verlegeplatte, wie man sie oft als Fussboden im Dachgeschoss vorfindet. Weil sie recht günstig sind. Mit Hilfe dieser Platte wurde dann eine Schablone erstellt um alle Bögen gleichmässig zu bauen. 

Jetzt wird es kompliziert. Zuerst zeichnete ich den Verlauf des Bogens auf die Platte. Dann klebte ich Paketklebeband auf den angezeichneten Bogen. Das Klebeband dient als Unterlage, damit der Kleber, mit dem ich die Bögen klebte, sich nicht mit der Platte verbindet. Die eigentliche Schablone besteht aus zahlreichen Nägeln die ich nun an die vorher markierten Strellen in die Platte schlug. Für die Bögen benötigte ich 5x5mm Kiefernleisten. Die Leisten sind 1m lang. 50cm davon strich mit Holzleim an und klebte zwei Leisten aufeinander. Die überstehenden Enden wurden wieder mit Holzleim eingestrichen und mit den nächsten Leisten verklebt und zwischen die Nägel geklemmt, bis der Bogen fertig war. (Verbundbauweise)

Für die senkrechten und die diagonalen Streben verwendete ich 1x3 und 2x5mm starke Leisten. Der gerade "Stahlträger" der später ein Teil der Last tragen wird, besteht aus einer 0,5x2cm starken Leiste. Nachdem alles gut durchgetrocknet ist wurde das erste Element aus seiner Form genommen. Damit sich dieser leicht aus der Form nehmen lässt, musste ich vorher noch die Nägelköpfe mit dem Dremel abtrennen. In die nun freigewordene Schablone baute ich den nächsten Bogen.

Wie oben auf dem Bild zu erkennen klebte ich den zweiten Bogen auf die Streben des ersten Elements. Nun wurden auf der anderen Seite die diagonal- und senkrechten Streben angebracht. Um das erste Element fertig zu stellen, musste noch ein dritter Bogen angefertigt werden, der dann auch wieder auf die Streben gegklebt wurde. Alles klar soweit???? Wenn nicht, noch einmal lesen, oder einfach die Bilder bertrachten. Wenn alles nicht hilft, ruft mich an.   

Um der ganzen Konstruktion Stabilität zu verleien, habe ich einen zweiten "Stahlträger" in ein Aluprofil geklebt. Dieses Profil hat eine Öffnung nach oben und zur Seite. Die Holzleiste die ich in die obere Öffnung klebte, klebte ich unter das erste Element. Nun wurde ein zweites Element angefertigt und angemalt.

Nachdem ich nun ermittelt habe wie breit die Brücke sein soll, klebte ich 0,5x1cm breite Leisten in die seitliche Öffnung des Aluprofils. Auf diese Leisten klebte ich noch 2cm hohe Holzleisten die später die Gleise tragen werden.  Diagonalverstrebungen stabilisierten das Bauwerk.

Da später noch ein Fußweg für Notfälle neben dem Gleis entstehen soll, habe ich zwischen den Schwellen noch Leisten angebracht. 

Fertig. Auf den Bogen unter der Brücke, dem sogenannten Fischbauch, habe ich letztendlich doch verzichtet. 

Eine kleine Belastungsprobe. Kein Problem. Später habe ich noch einmal meine V200 mit meinen schwersten Wagen auf die Brücke gestellt, und sie bog sich noch nicht einmal 2mm in der Mitte durch.

Es war also eine gute Entscheidung Aluprofile mit einzubauen

Letzte Aktualisierung am 11.12.2018

 

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